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Tag der Deutschdidaktik 2014 - "Mittelalter"

Tag der Deutschdidaktik 2014 Mittelalter: Ein neuer Blick auf den Umgang mit alten Texten

Der „Tag der Deutschdidaktik“ (TDD) gehört am Seminar Karlsruhe mittlerweile zum festen Bestand der Fortbildungsangebote. Die Reihe wurde 2004 mit einem TDD zum Thema „Literatur in neuen Kontexten“ aus der Taufe gehoben. In unregelmäßigen Abständen folgten weitere Veranstaltungen, so zum Beispiel zu den Themen „Filmeinsatz im Deutschunterricht“ (2006) und "Umgang mit zeitgenössischen Texten am Beispiel von Peter Stamms 'Agnes'" (2013). 
Es gehört zur spezifischen Grundidee dieses Fortbildungsangebotes, dass ein Blick über Grenzen stattfindet, indem passend zum jeweiligen Thema Experten aus dem außerschulischen Bereich eingeladen werden. So waren bereits Thomas Bergmann, Kameramann des Kurzfilms „Die letzten Tage“, oder Knut Weber, damaliger Intendant am Staatstheater Karlsruhe, Referenten beim TDD.
Am 4. Dezember 2014 war es dann wieder soweit: Die Fachschaft Deutsch des SSDL hatte in Zusammenarbeit mit dem Regierungspräsidium Karlsruhe, vertreten durch den Fachreferenten Deutsch, Herrn Dr. Thies, und dem KIT, vertreten durch Prof. Dr. Herweg, zum Tag der Deutschdidaktik eingeladen. Als Experte war Dr. Detlef Goller von der Universität Bamberg (Lehrstuhl für Deutsche Philologie des Mittelalters) anwesend. Dr. Goller zeigte nicht nur Perspektiven für den Umgang mit mittelalterlicher Literatur im Zeitalter kompetenzorientierter Lehrpläne auf, sondern er stellte auch eine eigene, handlungs- und produktionsorientierte Unterrichtsidee zu den Mutter-Tochter-Liedern Neidharts zur Diskussion.

Konkrete Impulse und Anregungen zum Thema „Mittelalter im Deutschunterricht“ finden Sie im Folgenden:

Ergebnisse und Materialien:

In seinem Impulsreferat "Vom Nutzen vormoderner Texte im Deutschunterricht" stellte Prof. Dr. Mathias Herweg folgende fünf Thesen auf:

These 1: Mittelalterliche Texte bilden, recht gelesen, kulturelle Toleranz und Akzeptanz aus
These 2: Empathie ist altersgruppenadäquat gut, Distanznahme ist besser
These 3: Von der fremdgewordenen Sprache geht ein exotrisch-intrinsischer Reiz aus
These 4: Die Kontinuitäten
These 5: Nicht für die Schule lernen wir, und das schon immer

Das vollständige Impulsreferat, in dem Prof. Dr. Herweg seine Thesen jeweils kurz begründet, können Sie im Folgenden nachlesen:


Im Rahmen eines "Marktplatzes" wurden verschiedene Unterrichtsideen zum Mittelalter im Deutschunterricht vorgestellt:

Sabine Bentrop
: Parzival. Ein fächerübergreifendes Projekt zu Literatur und Geschichte des Mittelalters

Katrin Celisi: Durch die (Sprach-)Welt des Mittelalters in acht Stationen

Katharina Grävenstein: "Saget mir - waz ist minne?" - Umgang mit mhd. Minnelyrik, Kl. 11

Selina Kreiser: Mittelalterliche Literatur in der Unterstufe? - Unterrichtsbeispiel Klasse 6

Valentina Ringelmann: Wer trägt Schuld an Siegfrieds Tod? - Eine Gerichtsverhandlung in Klasse 6

Lisa Schmitt: Der Kampf um Liebe und Macht im Mittelalter am Beispiel des Nibelungenlieds

Literaturhinweise:

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