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Jubiläumsveranstaltung 25. Oktober 2018

Am 20. Dezember 1928 erließ das „badische Ministerium des Kultus und Unterrichts“ eine Bekanntmachung zum Vorbereitungsdienst der Lehramtsreferendare. Im gleichen Jahr wurde das „pädagogische Seminar“ in Karlsruhe unter der Leitung von Prof. Dr. Karl Ott gegründet. Das Gymnasialseminar in Karlsruhe gehört damit zu den ältesten Seminaren im heutigen Baden-Württemberg.
Vorausgegangen waren Diskussionen um eine neue Konzeption des Vorbereitungsdienstes. Der Vorbereitungsdienst an den Gymnasien sollte ergänzt werden durch „… eine neue Methodik im wissenschaftlichen Denken und persönlichen Verhalten des Lehrers gegenüber dem Schüler…Die neue Methode des Denkens erfordert für den jungen Lehrer Aufklärung über die Stellung seines Faches innerhalb der Fächer, die neue Methode im Verhalten des Lehrers erfordert eine neue Stellung zur Eigenart des Schülers“ (Prof. Dr. Karl Ott am 29.10.1928). Damals wie heute ging es bei der Ausbildung um die fachliche, didaktische und pädagogische Reflexion professionellen Lehrerhandelns. Die Lehrerbildung wurde in den vergangenen 90 Jahren mehrfach weiterentwickelt, Fachdidaktik und Pädagogik erlebten Reformen, vermeintliche Revolutionen und ganz neue Konzeptionen. Geblieben ist das Ziel, den Schülerinnen und Schülern durch einen guten Unterricht eine vertiefte Allgemeinbildung zu vermitteln und ihre Persönlichkeitsentwicklung zu fördern.

Am 25.10.2018 fand ein großer Festakt zum Jubiläum statt. Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann hielt einen Vortrag zu den aktuellen Entwicklungen in der Lehrerausbildung und Lehrerfortbildung und stellt sich danach den Fragen der Ausbildungsschulen, der Referendarinnen und Referendare sowie des Kollegiums des Seminars.

Die Lehrerbildung wird in Baden-Württemberg in den kommenden Jahren eine ganz wesentliche Weiterentwicklung erfahren, die Verzahnung zwischen Aus- und Fortbildung und deren stärkere Orientierung an den Erkenntnissen der Bildungsforschung wird viele Synergieeffekte bewirken und zur Verbesserung der Unterrichtsqualität betragen. Die vorhandenen Erfahrungen in der Aus- und Fortbildung werden in die zukünftige Entwicklung der Lehrerbildung einfließen. Dies wird sich auf die Arbeit an den Seminaren auswirken, sie werden zu Seminaren für die Lehrerausbildung und Lehrerfortbildung weiterentwickelt und erhalten künftig auch Aufgaben in der Lehrerfortbildung.

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