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Die Ausbildung

Kompetenz orientierte Lehrerausbildung im Fachbereich Sport

Das Seminar Karlsruhe nimmt im Rahmen der Sportlehrerausbildung für das höhere Lehramt eine zentrale Rolle ein durch die institutionelle Verzahnung von Kompetenz orientierter Ausbildung an der Universität, am Seminar und an der Schule.

Die Ausbildung im Modul Fachdidaktik an der Universität erfolgt durch Ausbilder des Seminars, die dieses Modul inhaltlich und thematisch im Hinblick auf die im Berufsleben erforderlichen Kompetenzen gestalten. In einem Proseminar und einer Übung wird in enger Theorie-Praxis-Verknüpfung den Studentinnen und Studenten die Möglichkeit geboten, in Ansätzen die für das Praxissemester notwendigen Kompetenzen zu entwickeln.

Bevor die Referendare am ersten Februar ihren Dienst an der Schule antreten, erfahren sie im Vorkurs eine weitere Stärkung ihrer Kompetenzen besonders im Hinblick auf ihre ersten unterrichtlichen Tätigkeiten. Beispielsweise stehen die Planung spezifischer Unterrichtssequenzen, deren exemplarische Umsetzung in die Praxis sowie Planung, Gestaltung und Reflexion von Unterrichtsstunden und -einheiten im Mittelpunkt.

Der Beginn der Ausbildung an der Schule wird geprägt durch Unterrichtshospitation und angeleiteten Unterricht. Um diese Phase der verstärkten Hospitation ertragreich zu gestalten, werden zunächst Kriterien für guten Sportunterricht formuliert, die im nächsten Schritt bei der schwerpunktmäßigen Analyse des beobachteten Unterrichts zielführend sind, weil sie Erkenntnisse für Planung, Gestaltung und Reflexion des eigenen Unterrichts ermöglichen.

Im Kontinuum liegt der Schwerpunkt auf der Entwicklung und Erweiterung von unterrichtlichen Kompetenzen, die notwendig sind, um im zweiten Ausbildungsabschnitt selbstständig und eigenverantwortlich arbeiten zu können. Dies geschieht anhand von  ausgewählten Anforderungssituationen aus der eigenen Unterrichtspraxis oder in Lernsituationen, die die zu erwartenden Arbeitsbedingungen simulieren. In wechselseitigem Lehren und Lernen erleben und reflektieren die Referendare ihren Unterricht und werden sich dessen bewusst, dass sie auf der Grundlage „mitgebrachter“ subjektiver Theorien verfahren. Für die Weiterentwicklung der eigenen Unterrichtskompetenz gilt es, sich diese Erkenntnis zunutze zu machen und neue wissenschaftliche Theorien bei der Planung, Gestaltung und Reflexion von Unterricht miteinzubeziehen.

Den Lernsituationen immanent ist die ausgesprochen enge Theorie-Praxis-Verzahnung auch in Form der modellhaften Erprobung der motorischen Eigenrealisation. In der inhaltlich-thematischen Ausrichtung der Sport-Fachsitzungen erlangt das Modell der Mehrperspektivität übergeordnete Bedeutung. Dieses Konzept ist wesentlicher Bestandteil unseres gültigen Bildungsplanes  und verkörpert die sinnorientierte Auseinandersetzung mit sportlicher Bewegung  in einem erziehenden Sportunterricht.

Den differenzierten Ausbildungsbedürfnissen innerhalb der Referendargruppe infolge der unterschiedlichen Erfahrungen und persönlichen Talente sowie ungleichen Entwicklungsfortschritte wird durch eine verständigungsorientierte  Ausbildung seitens der Referendare  Rechnung getragen, indem sie ihr „eigenes Kompetenzprofil“ schärfen: Selbstgesteuert, in eigener Verantwortung  und durch individuelle Entscheidungen forcieren sie ihren persönlichen, systematischen und kumulativen Kompetenzaufbau.

Schlussendlich sind die Ausbildungs-Fachsitzungen inhaltlich-thematisch und methodisch so strukturiert, wie man es von einem Kompetenz orientierten Unterricht erwartet („pädagogischer Doppeldecker“).

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